Spiritualität

Auch wenn ich mich schulisch eher in die naturwissenschaftliche Richtung entwickelte, so hatte der Glaube an Gott in meinem Leben dennoch immer einen hohen Stellenwert. Für mich gab es eigentlich nie einen echten Zweifel daran, dass es ein höheres Wesen und ein Leben nach dem Tod gibt.

Aufgewachsen in einer liebevollen Familie im erzkatholischen Oberbayern begann ich recht früh, mein eigenes Bild von Gott zu entwickeln. Begriffe wie Erbsünde oder ewige Verdammnis passten einfach nicht zu meinem Bild eines liebenden, gütigen Gottes, Schon als Kind fand ich Gott viel eher im stillen Gebet in meinem Zimmer als im Sonntagsgottesdienst.

Als ich mich im Jahr 2004 bewusst für den Geistigen Weg nach der Lehre Bruno Grönings entschieden hatte, war es mir, als hätte ich endlich das fehlende Teil für mein Lebenspuzzle gefunden, das all die Fragmente meines bisherigen Daseins zu einem wunderschönen Gesamtkunstwerk ergänzte. Plötzlich bekam ich Antwort auf all die offenen Fragen, die mir bislang niemand zufriedenstellend beantworten konnte.

Was bedeutet für mich Spiritualität?

Da ich mich heute nicht mehr als religiös, sondern eher als spirituell bezeichnen würde, möchte ich kurz umreißen, was ich damit meine:

  • Der Mensch besteht nicht nur aus dem materiellen Körper. Er ist ein geistiges Wesen, besitzt eine unsterbliche Seele und wohnt für dieses Erdenleben in diesem menschlichen Körper
  • Er steht auf dieser Welt im ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse. Sinn des Lebens ist, das Gute zu erkennen und anzustreben.
  • Er besitzt den Gottesfunken, sein Göttliches Erbe. Über ihn kann er immer und überall die direkte Verbindung zu Gott finden. Von dort erhält er Schutz und Führung, wenn er bereit ist, zu folgen.
  • Alles, was wir tun, sollen wir bewusst und aus freier Entscheidung tun. Was für den einen richtig ist, muss es noch lange nicht für den anderen sein. Was gestern richtig war, kann heute falsch sein.
  • Gedanken sind Kräfte. Gute Gedanken können heilen, böse können töten.
  • Kein Mensch ist von sich aus böse. Er hat nur den falschen Gedanken Raum gegeben.
  • Deshalb ist es wichtig, jedem Menschen zu verzeihen, denn Groll schadet uns nur selbst.
  • Dieses Erdenleben ist nicht unser einziges (von wegen "YOLO"...).
  • Das Jenseits ist unsere wahre Heimat, deshalb ist der Tod auch keine Tragödie.
  • Kein Mensch und kein äußerer Einfluss soll darüber entscheiden, ob ich glücklich bin.