Wie kam ich zum Freundeskreis?

Meine Mutter wurde Mitte 2002 mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs konfrontiert. Kurze Zeit später wurde sie durch eine Verwandte auf den Freundeskreis aufmerksam gemacht und in die Lehre eingeführt. Sie ertrug zwei Chemotherapien mit schier unglaublicher Energie und versorgte "nebenher" einen sieben-Personen-Haushalt. Nach der Therapie war sie wie ausgewechselt - sie wurde zu der Mutter, die ich mir 30 Jahre lang immer gewünscht hatte. Nach und nach ließen sich auch mein Vater, mein Bruder und meine Schwägerin einführen. Mein Bruder wurde mitlerweile von einem schweren Asthmaleiden befreit, das ihn seit seiner Kindheit geplagt hatte.

Im Oktober 2004 besuchte ich den Dokumentarfilm "das Phänomen Bruno Gröning". Während der Vorstellung verspürte ich ein starkes Wärmegefühl, das wie eine Welle durch meinen Körper lief. Nach der Vorstellung fühlte ich mich großartig, und kurze Zeit später ließ ich mich ebenfalls einführen.

Seit dieser Zeit hat sich in meinem Leben soviel zum Guten verändert, dass ich alleine damit eine eigene Homepage füllen könnte. Ich war Jahrelang süchtig nach Computerspielen, inzwischen hat sich diese Manie wie von selbst gelegt. Ich kann heute ganz normal Computerspiele spielen, ohne wieder in die elende Suchtspirale zu geraten. Meist habe ich darauf aber ohnehin keine Lust mehr und nutze meine Freizeit lieber sinnvoll, z.B. dafür, anderen Menschen zu helfen. Innerhalb eines Jahres durfte ich meine bislang verschüttete Gefühlswelt neu entdecken und fühle mich wie neu geboren. Ja, es ist für mich, als hätte ich erst Ende 2004 begonnen, wirklich zu leben! Anfang 2009 bestätigte mir ein Allergologe, dass ich, nach 15 Jahren schweren Heuschnupfens, nun keine Allergie mehr auf Pollen jeglicher Art habe.

Ich arbeite aktiv im Freundeskreis mit, vor allem im technischen Bereich. Über fünf Jahre lang habe ich eine Gemeinschaft in Nürnberg geleitet.

Ich habe schon vor meiner Zeit im Freundeskreis an Gott geglaubt. Aber erst seit ich mich näher mit der Lehre Bruno Grönings beschäftige, ergibt für mich alles einen Sinn - so als hätten sich die Puzzleteile plötzlich zu einem großartigen Ganzen vereinigt. Wie Bruno Gröning schon sagte: "Nur 5% meines Handelns sind Heilungen", begeistern mich vor allem die vielen großen und kleinen Hilfen, die mir den Alltag erleichtern und versüßen.